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Osogna

Polit. Gem. TI, Bez. Riviera, die südlich von Biasca am linken Ufer des Tessin liegt. 1210-58 Usonia, dt. früher Usonien. 1850 262 Einw.; 1900 656; 1950 489; 2000 941. Im MA stand O. unter der geistl. und weltl. Herrschaft des Mailänder Domkapitels. Während der Regierungszeit der Visconti im 14. Jh. wurde O. mit Claro und Cresciano unter die Rechtssprechung eines Statthalters gestellt. Die Dorfrechte wurden 1400 bestätigt. 1573-1798 war O. Hauptort der gemeinen Herrschaft Riviera und Wohnsitz des Landvogts, anschliessend Hauptort des gleichnamigen Bezirks. Die Pfarrkirche SS. Felino e Gratiniano ist bereits für das 13. Jh. belegt und wurde 1979-84 renoviert. Ferner befinden sich die Kirchen S. Pietà aus dem 16. Jh. und S. Maria del Castello aus dem 18. Jh. in O. Seit Ende des 19. Jh. wird in O. Granit abgebaut. In den 1960er Jahren entstanden Fabriken und Lagerhallen, zudem siedelten sich kleinere Firmen an. 2005 bot der 2. Sektor über 61% der Arbeitsplätze in O. an. Mehr als zwei Drittel der Einwohner von O. pendelten zu Beginn des 21. Jh. nach Biasca und Bellinzona.


Quellen
MDT, Ser. 2
Literatur
– V. Gilardoni, Il Romanico, 1967, 471 f.
O., hg. von T. Pellanda, S. Vassere, 2001

Autorin/Autor: Giuseppe Chiesi / CN