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Cresciano

Polit. Gem. TI, Bez. Riviera. 1269 Crazano. 1567 213 Einw.; 1801 145; 1850 282; 1900 595; 1950 499; 1970 606; 1980 468; 2000 587. Beim Bau der Gotthardbahnlinie im 19. Jh. wurden Spuren einer bronzezeitl. Siedlung gefunden. Eine kaiserl. Urkunde von 978 erwähnt eine cortis Crissianicum im Besitz des Klosters S. Pietro in Ciel d'Oro von Pavia. Wie die anderen Gem. der linken Talseite gehörte C. zum Domkapitel von Mailand; im 14. Jh. wurde der Ort gemeinsam mit Osogna und Claro unter die Rechtssprechung eines Vertreters der Visconti gestellt. Im 15. Jh. gestanden die Mailänder C. das Recht auf die Wahl eines Gemeindevorstehers zu. Auf der Grundlage des Dorfrechts war dieser für die zivilrechtl. Belange zuständig. Die Pfarrkirche S. Vincenzo ist im 13. Jh. belegt. Eine bedeutende Rolle im wirtschaftl. Leben C.s und seiner Nachbarorte spielen seit ca. 1880 die Granitbrüche und die Anlagen zur Sand- und Kiesgewinnung am Fluss Tessin.


Quellen
MTD, Ser. 2
Literatur
– V. Gilardoni, Il Romanico, 1967, 318 f.
Il Comune, 1978, 105-115

Autorin/Autor: Giuseppe Chiesi / CN