Vacallo

Polit. Gem. TI, Bez. Mendrisio, auf einem Hügel nördlich von Chiasso gelegen. 1202 Vacallo. 1599 240 Einw.; 1643 279; 1723 271; 1769 314; 1801 285; 1850 550; 1900 923; 1950 1'434; 2000 2'758. V. unterstand zuerst administrativ und kirchlich der Pieve Balerna und bildete ab 1573 eine eigene Pfarrei. Die Pfarrkirche SS. Simone e Giuda wurde zwischen 1646 und 1671 auf den Fundamenten eines spätma. Baus errichtet und 1968-71 restauriert. Früher spielten v.a. Weinbau, Tabakanbau und die Kultur von Maulbeerbäumen wirtschaftlich eine Rolle; danach kannte V. eine bescheidene industrielle Entwicklung (u.a. Uhrenindustrie). Ab den 1960er Jahren wandelte sich das Dorf zu einer Wohngem. in der Agglomeration Chiasso. 2007 lehnte die Bevölkerung von V. eine Fusion mit Chiasso und Morbio Inferiore ab.


Literatur
– G. Martinola, Inventario d'arte del Mendrisiotto, 1975, 547-555

Autorin/Autor: Stefania Bianchi / CN