07/02/2011 | Rückmeldung | PDF | drucken

Sagno

Ehem. polit. Gem. TI, Bez. Mendrisio, seit 2009 mit Bruzella, Cabbio, Morbio Superiore, Muggio und Caneggio Teil der polit. Gem. Breggia. S. liegt auf einer Erhebung des Monte Bisbino auf der linken Talseite des Muggiotals und umfasst neben dem Dorf S. den Weiler Trevalle. 1296-99 Sagnio. 1643 144 Einw.; 1723 157; 1801 170; 1850 154; 1900 194; 1950 171; 1970 147; 2000 238. Etliche Funde aus der Bronzezeit lassen darauf schliessen, dass der Ort bereits in frühgeschichtl. Zeit besiedelt war. Im MA gehörte S. zur Pieve Balerna. Mit Morbio Superiore bildete es eine Vizepfarrei, die von der Mutterkirche Balerna abhing. Von dieser löste sich S. im 17. Jh. und wurde 1802 eine selbstständige Pfarrei. 1789-99 wurde die ab 1330 bezeugte Pfarrkirche S. Michele Arcangelo, die jedoch älteren Ursprungs ist, im klassizist. Stil umgebaut und 1982-83 letztmals renoviert. 1843 kam es auf dem Monte Bisbino zu heftigen polit. Auseinandersetzungen, den sog. Fatti del Bisbino. Landwirtschaft und Viehzucht stellten lange Zeit die Haupterwerbsquellen dar, zu denen die traditionelle saisonale Auswanderung kam, v.a. von Maurern und Steinmetzen nach Italien. Ab den 1970er Jahren entwickelte sich S. zur Wohngemeinde, wobei die Bevölkerung leicht zunahm. 2000 pendelten rund vier Fünftel der Erwerbstätigen von S., v.a. nach Chiasso.


Literatur
Archivio dei nomi di luogo. S., 2006

Autorin/Autor: Stefania Bianchi / CHM