07/01/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Morbio Superiore

Polit. Gem. TI, Bez. Mendrisio, die am Eingang des Muggiotals auf der linken Talseite in der Hügelzone liegt und auch den Weiler Lattecaldo umfasst. 1116 Morbio de Supra. 1643 233 Einw.; 1696 207; 1723 180; 1801 223; 1850 306; 1900 303; 1950 327; 1990 601; 2000 700. Im MA besassen das Domkapitel (1299) und das Benediktinerkloster S. Abbondio von Como sowie das Kapitel S. Vittore von Balerna hier Güter. Ab 1591 bildete M. mit Sagno, das sich im 17. Jh. löste, eine Vizepfarrei, die von der Mutterkirche Balerna abhing. 1802 wurde M. selbstständige Pfarrgemeinde. Die 1227 erw. Pfarrkirche S. Giovanni Evangelista wurde im 18. Jh. neu erbaut und 1957 restauriert. Die Kapelle S. Martino, ein rom. Bau frühma. Ursprungs, erhebt sich wahrscheinlich am Ort eines ostgot. Vorpostens aus dem 6. Jh. Aus dem Spätbarock stammt die Kapelle S. Anna. Vom früheren Rebbau sowie Tabak- und Maulbeerbaumanbau ist nur ersterer geblieben; in den letzten Jahrzehnten des 20. Jh. entwickelte sich M. zur Wohngemeinde. Seit 1960 beherbergt Lattecaldo den Sitz der kant. Forstbaumschule. 2000 arbeiteten vier Fünftel der Erwerbstätigen ausserhalb der Gemeinde.


Literatur
Martinola, Inventario 1, 381-392

Autorin/Autor: Stefania Bianchi / MS