Baillod [Baillods]

Notabelnfam., seit 1791 von Couvet, vorher von Môtiers (NE). Die Genealogie ist gesichert ab Perrod, Bürger von Neuenburg und 1457 zum Kastlan von Vautravers ernannt. Da sein Sohn Antoine ( -> 1) keine rechtmässigen Nachkommen hinterliess, übertrug er Namen und Besitz seinem Neffen Claude Petitpierre ( -> 3), der 1538 nobilitiert wurde. Die Fam., die 1536 den ref. Glauben angenommen hatte, bekleidete in Neuenburg wichtige Ämter (Maires, Mitglieder des Rats der Vierundzwanzig, des Rats der Vierzig und des Staatsrats), so z.B. Balthasar ( -> 2). Die männl. Familienangehörigen standen regelmässig im Dienst der Gf. bzw. Fürsten von Neuenburg. Beginnend mit Henri-François (geboren 1767), von unehel. Geburt, aber später zum legitimen Abkömmling erklärt und 1791 in das Bürgerrecht von Couvet aufgenommen, verlor die Fam. erhebl. an sozialem Prestige.


Literatur
Hist.NE 1, 200, 205
– J. und P.-A. Borel, «Monographie de Jules Baillods (!) écrivain et généalogie de sa famille», in JbSGF, 1989, 5-12
– O. Clottu, «Compléments à la généalogie de Jules Baillods écrivain», in JbSGF, 1990, 133-138

Autorin/Autor: Myriam Perriard-Volorio / EB