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Geisler, Niklaus

getauft 7.4.1585 Schweinfurt (Bayern), gestorben um 1665 Luzern, ref., ab 1626 kath., ab 1626 Luzerner Hintersasse. Aus einer Schweinfurter Schreinerfam. ∞ 1624 Barbara Acklin, von Luzern. 1628 war G. als Plastiker in der Luzerner Franziskanerkirche tätig (Kanzel, Figuren). Später erhielt er vom Luzerner Rat den Auftrag für die Bauplastik und die Ausstattung der 1633 abgebrannten Hofkirche. Bis 1650 war er mit einheim. Meistern mit dieser Aufgabe beschäftigt. 1665 schuf er den Altar für das Schwesternhaus der Ursulinen am Graben. Weitere Arbeiten finden sich in der Luzerner Landschaft und im Aargau. Als Architekt lieferte er 1631 Pläne und Modelle für den Klosterbau in Werthenstein und 1656 den Bauriss für das Antoniuschörlein an der Nordseite der Luzerner Franziskanerkirche. G. gilt als Wegbereiter des Barock in Luzern.


Literatur
BLSK, 384

Autorin/Autor: Tapan Bhattacharya