No 6

Funk, Johann Friedrich (der Ältere)

getauft 4.4.1706 Murten, gestorben 1.4.1775 Bern, ref., ab 1757 von Nidau. Sohn des Johann Lorenz, Postspediteurs, aus Frankfurt am Main. Bruder des Matthäus ( -> 8). ∞ 1732 Elisabeth Küpfer. 1723-30 war F. am Bau des Landhauses Lullin in Le Creux-de-Genthod (Gem. Genthod) beteiligt. In Bern schuf er ab 1733 mehrere bauplast. Arbeiten wie Hauszeichen, Portale, Giebelreliefs, Brunnen, Standbilder und den ersten Schultheissenthron. Von F. stammen ferner Grabmäler, Epitaphe und Fassadenskulpturen in Basel, am Stadthaus Burgdorf und in diversen Berner Landkirchen. Ab 1749 betrieb er in der Berner Matte eine Marmorsägerei, stellte Kamineinfassungen und Platten für seine Konsoltische wie auch für Kommoden seines Bruders Matthäus her. In seiner Schnitzer- und Vergolderwerkstatt arbeiteten zwei jüngere Brüder mit. Dort entstanden zahlreiche Bilder- und Spiegelrahmen. F. hatte ab 1742 das Monopol für den Verkauf von württemberg.-belg. Spiegelglas in der Schweiz inne.


Literatur
– H. von Fischer, Fonck à Berne: Möbel und Ausstattungen der Kunsthandwerkerfam. F. im 18. Jh. in Bern, 22002

Autorin/Autor: Tapan Bhattacharya