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Emmenegger, Hans

geboren 19.8.1866 Küssnacht (SZ), gestorben 21.9.1940 Luzern, kath., von Flühli und Emmen. Sohn des Johann, Glasfabrikanten, und der Maria geb. Zimmermann. Ledig. 1883-84 Kunstgewerbeschule Luzern, Académie Julian in Paris, dann in den Ateliers von Gustave Boulanger, Jules Lefèbre und Jean-Léon Gérome. Im Winter 1885-86 Stud. in München, Freundschaft mit Max Buri. Ab 1893 Wohnsitz in Herdschwand bei Emmen, zahlreiche Reisen. Ende der 1890er Jahre wurde Arnold Böcklin sein Vorbild. E. malte verlassene, unspektakuläre Gegenden, thematisierte Einsamkeit und Melancholie. 1914-15 zerstörte er viele seiner Bilder. Ab 1915 befasste er sich v.a. mit Bewegungsabläufen, die er in sog. kinetischen Bildern darstellte. E. war ein angesehener Kunst- und Briefmarkensammler. Er trieb Sport und pflegte Kontakte zur Künstlerkolonie auf dem Monte Verità. Ferner war er Mitbegründer der Freien Vereinigung Gleichgesinnter (1901) sowie des Schweiz. Friedensvereins (Sektion Luzern). Zahlreiche Künstlerfreundschaften, u.a. mit Cuno Amiet und Giovanni Giacometti.


Literatur
BLSK, 299 f.

Autorin/Autor: Tapan Bhattacharya