27/04/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Caneggio

Polit. Gem TI, Bez. Mendrisio, Hauptort des Kreises C. Auf der linken Seite des Valle di Muggio, bis 2004 mit der Siedlung Campora am gegenüberliegenden Abhang (heute Gem. Castel San Pietro). 1209 Canegio, 1335 Canezio. 1671 238 Einw.; 1713 213; 1769 223; 1801 227; 1850 406; 1900 419; 1950 393; 1980 287; 2000 343. Röm. Gräber wurden in Campora entdeckt. Kirchlich gehörte die Gem. zur Pfarrei Bruzella. Sie trennte sich 1649 von dieser, um vermutlich noch im selben Jahrhundert selbstständiges Pfarrvikariat von Balerna zu werden. Die Kirche S. Maria Assunta, 1566 erstmals erw., wurde 1715 neu erbaut und 1971-75 restauriert. Die Gem. verfügte über begrenzte Nutzflächen und konzentrierte ihre Aktivitäten auf Weide- und Waldwirtschaft, die noch während des 2. Weltkriegs intensiv betrieben wurden, aber durch Einkünfte aus der period. Auswanderung ergänzt werden mussten. Mit dem Aufschwung des 3. Sektors in der 2. Hälfte des 20. Jh. einher ging ein Bevölkerungsrückgang. Die Einwohner sind überwiegend Pendler.


Literatur
Il Comune, 1974, 91-109
– Martinola, Inventario 1, 97-103

Autorin/Autor: Stefania Bianchi / AG