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Bruzella

Polit. Gem. TI, Bez. Mendrisio, an einem Terrassenhang auf der linken Seite des Valle di Muggio gelegen. 852 Brusella. 1671 148 Einw.; 1723 131; 1769 162; 1801 150; 1850 200; 1900 247; 1950 186; 1990 149; 2000 183. Bis 1609 gebietsmässig mit Monte vereinigt und kirchlich bis 1649 an Caneggio gebunden, erhielt B. vermutlich wenig später einen Pfarrvikar. Die Kirche S. Siro, 1579 erw., wurde im 18. Jh. umgebaut und erweitert, 1973 restauriert. Traditionell waren Käseherstellung und Nutzung des Waldbestandes (Herstellung von und Handel mit Bauholz und Holzkohle) die Haupterwerbszweige, ergänzt durch period. Auswanderung. Der Futterbau und in geringem Masse auch der Anbau von Kartoffeln und Gemüse beschäftigten 1985 nur noch sechs Personen. Anfangs des 21. Jh. setzte sich die Bevölkerung B.s weitgehend aus Pensionierten und Wegpendlern (80% der Berufstätigen, v.a. ins Mendrisiotto) zusammen.


Literatur
Giornale del Popolo, 28.11.1960
– Martinola, Inventario 1, 83-87

Autorin/Autor: Stefania Bianchi / AG