Iberg, von

Ma. Niederadelsgeschlecht, das 1168 bzw. 1173 erstmals mit Rudolf und Walther erscheint. Es erlischt 1361 in der männl. und 1391 in der weibl. Linie. Mitte des 13. Jh. waren die I. Dienstmannen der Kyburger und der Frh. von Schnabelburg und gehörten zur habsburg. Gefolgschaft. Um 1336/37 standen sie in österr. Diensten (Pfänder). Stammburg ist die von den I. noch im 14. Jh. bewohnte Burgstelle bei Inwil (LU), 1361 ein habsburg. Lehen. Ab dem 13. Jh. besassen sie in Mellingen im Ortsteil Im I. ein befestigtes Haus an der Stadtmauer, das an die Segesser vererbt wurde, und trugen den Rittertitel. Die Fam. ging mit den Schenk von Brunegg, von Küssnacht, Segesser und von Freienbach Heiratsverbindungen ein und besass Güter in Bendlikon (Gem. Kilchberg ZH). Es bestanden enge Beziehungen zum Kloster Eschenbach. Walter ( -> 2) wirkte 1250-67 als Abt von Engelberg. Mit den Fam. I. in Luzern und Willisau besteht kein Zusammenhang.


Literatur
– W. Merz, Die ma. Burganlagen und Wehrbauten des Kt. Aargau 1, 1905, 264-266, (mit Stammbaum)
– A. Bickel, Willisau 2, 1982, 528-532
HS III/1, 614 f.

Autorin/Autor: Waltraud Hörsch