Barth (LU)

Aus Deutschland stammende kath. Fam. der Stadt Willisau, ab 1570 nachweisbar. Vom frühen 17. Jh. an im Willisauer Stadtrat vertreten, stellten die B. mehrere Stadtärzte, Richter, Baumeister und Schultheissen. Ein standesgemässes Auskommen boten über Generationen die Tätigkeiten als Ärzte (Jost und Justin, 1811 Gründungsmitglieder der Luzerner Ärzteges.) und Schaffner des Klosters St. Urban; dazu scheinen die B. auf allen Willisauer Wirtshäusern gewirtet zu haben. Hans Georg übergab 1674 der Stadt das noch erhaltene Urkundenbuch. Der Architekt und Wirt Franz (1814-65, Kloster Maria Rickenbach, Villenquartier in Willisau) war ein militanter kath.-konservativer Politiker. Die letzte in Willisau wohnhafte Trägerin des Namens, Rosa, starb 1967. Ein Zweig lebt in Chur.


Literatur
– W. Bucher, «Fräulein Rosa B. zum Gedenken», in Der Hinterländer 8, 1967
– E. Meyer-Sidler, «Die Korporation Willisau-Stadt und ihre Korporationsgeschlechter», in Heimatkunde des Wiggertals 52, 1994

Autorin/Autor: Gregor Egloff