Vico Morcote

Polit. Gem. TI, Bez. Lugano. Die zwischen dem Luganersee und dem Monte Arbostora gelegene Gem. umfasst auch die Fraktionen Olivella und Colombaio am Seeufer. 1416 Vico Morcote. 1591 120 Einw.; 1801 131; 1850 179; 1900 166; 1950 188; 2000 250. V. ist seit röm. Zeit bewohnt und war kirchlich bis 1582/83, politisch bis 1588 mit Morcote vereint. Die Pfarrkirche SS. Fedele e Simone wurde zwischen 1591 und 1625 unter Einbezug der Reste eines Gotteshauses aus dem 11. Jh. gebaut und 1966-74 restauriert. Neben dem seit dem MA betriebenen Weinbau hatte auch die Seidenraupenzucht eine gewisse Bedeutung. Ein Palazzo, der 1875 aus dem Umbau eines vor dem 16. Jh. entstandenen Vorläufergebäudes, vielleicht eines ehem. Klosters, hervorgegangen ist, beherbergt den europ. Sitz des South California Institute of Architecture. 1971 legte der Brite Peter Smithers in seiner Villa einen botan. Garten an. Dank seiner Panoramalage war V. zu Beginn des 21. Jh. v.a. eine Wohn- und Tourismusgem. mit zahlreichen Ferienwohnungen. 2000 waren zwei Drittel der Erwerbstätigen Pendler; 2005 kamen mehr als 99% der Arbeitsplätze aus dem Tertiärsektor.


Literatur
Archivio dei nomi di luogo. V., 2002
ISOS TI 2.2, 2006, 449-456

Autorin/Autor: Eva Camenisch Luisoni / CN