04/03/2013 | Rückmeldung | PDF | drucken

Vezio

Ehem. polit. Gem. TI, Bez. Lugano, bildet seit 2005 mit Arosio, Breno, Fescoggia und Mugena die neue polit. Gem. Alto Malcantone. V. wurde im Nordosten von der Magliasina begrenzt und erstreckte sich im Norden bis zum Monte Gradiccioli. 1355 Vecio. 1670 194 Einw.; 1801 171; 1850 273; 1900 154; 1950 137; 2000 208. Im SpätMA besassen der Bischof und das Kloster S. Abbondio von Como Güter und Rechte in V. Bis 1626 war V. nach Breno, dann nach Mugena pfarrgenössig und bildete ab 1684 eine Vizepfarrei. Auf dem Fundament eines wahrscheinlich roman., 1444 erw. Vorgängerbaus entstand 1745 die Pfarrkirche S. Bartolomeo, deren Inneres mit wertvollen Stuckaturen von Künstlern aus dem Malcantone geschmückt ist. Bis Ende des 19. Jh. zog ein Teil der Einwohner von V. periodisch an die Ostflanken des Monte S. Maria und des Monte Cervello, die auf die Bucht von Agno und das Valle del Vedeggio gerichtet sind. Bis zum 2. Weltkrieg wanderten viele Bauarbeiter aus. Auf der Höhe von Ponte Busgnone war zu Beginn des 20. Jh. an der Magliasina ein kleines Wasserkraftwerk in Betrieb.


Literatur
V., hg. von V.F. Raschèr, M. Frasa, 1985

Autorin/Autor: Bernardino Croci Maspoli / RG