No 1

Seligmann, Kurt

geboren 20.7.1900 Basel, gestorben 2.1.1962 (möglicherweise Selbstmord) Sugar Loaf (New York), isr., von Basel. Sohn des Gustav, Kaufmanns aus Gladbach (heute Mönchengladbach, Niederrhein), und der Helene geb. Guggenheim. ∞ 1935 Augusta Myriam Arlette Paraf, Französin. Nachdem S. Unterricht bei den Malern Ernst Buchner und Eugen Ammann genossen hatte, nahm er 1918 erstmals an einer Ausstellung in Basel teil. 1920 besuchte er die Ecole des Beaux-Arts in Genf, wo er Alberto Giacometti und Pierre Courthion kennenlernte. 1920-27 führte er das elterl. Möbelgeschäft in Basel. Ab 1929 wurde S. in Paris von André Lhote und Fernand Léger unterrichtet. Über Hans Rudolf Schiess, Serge Brignoni und Hans Arp fand er Zugang zur Abstraktion und zum Surrealismus. 1931-36 war er Mitglied der Gruppe Abstraction-Création, ab 1932 Direktionsmitglied. Im gleichen Jahr gelang ihm der künstler. Durchbruch mit Ausstellungen in Basel und Bern. 1934-43 gehörte er zu den Surrealisten, 1937 war er Mitglied der Gruppe Allianz, 1938 wurde er als surrealist. Künstler bekannt. Ab 1939 lebte S. dauerhaft in New York, wo er 1951-61 an renommierten Schulen lehrte. Nach erfolgreichen Jahren als semifigurativer Künstler suchte er ab Mitte der 1950er Jahre nach einer Synthese mit dem Abstrakten Expressionismus. S. war ein bedeutender abstrakt-figurativ, später surrealistisch orientierter Maler und Druckgrafiker und der wichtigste Schweizer Surrealist im Ausland. In seinem Werk sind die zentralsten internat. Kunstströmungen der 1930er bis 50er Jahre auf unverkennbare Weise mit der Basler Mentalität verschmolzen.


Werke
Das Weltreich der Magie, 1958 (engl. 1948)
Literatur
BLSK, 963 f.
– S.E. Hauser, Kurt S., 1900-1962, 1999

Autorin/Autor: Stephan E. Hauser