No 8

Roth, Dieter

geboren 21.4.1930 (Karl-Dietrich) Hannover, gestorben 5.6.1998 Basel, von Fahrni. Sohn des Karl Ulrich, Kaufmanns, und der Vera Ella Dolla geb. Feltmann. ∞ 1957 Sigridur Björnsdóttir, Isländerin. Kindheit in Hannover, ab 1943 in der Schweiz, 1947-51 Grafikerlehre in Bern, Bekanntschaft mit Daniel Spörri, Bernhard Luginbühl, Jean Tinguely u.a., 1955 Übersiedlung nach Kopenhagen, 1957 Auswanderung nach Island. Aufenthalte u.a. in Paris, Amerika und Deutschland, Mitte der 1960er Jahre Kontakte zu Fluxus-Künstlern, unterrichtete u.a. neben Joseph Beuys an der Düsseldorfer Kunstakademie, versch. Teilnahmen an der Documenta in Kassel und 1982 an der Biennale Venedig, ab 1980 vorwiegend in Basel ansässig. Als bildender Künstler, Büchermacher, Musiker, Filmer, Dichter und Autor gilt R. als einer der wenigen Universalkünstler des ausgehenden 20. Jh. Typisch für R.s Werk sind seine ironisch-subversiven Infragestellungen des Bestehenden und Vergänglichen, seine Sammel- und Dokumentationsleidenschaft sowie seine vielfältigen Interessen auf visuellem und typograf. Gebiet.


Literatur
BLSK, 895 f.
Dieter R.: Originale, Druckgraphik, Bücher + Editionen, bearb. von D. Dobke, 3 Bde., 2002-04
Über Dieter R., hg. von B. Söntgen, T. Vischer, 2004

Autorin/Autor: Matthias Oberli