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Sigirino

Ehem. polit. Gem. TI, Bez. Lugano, seit 2010 mit Bironico, Camignolo, Medeglia und Rivera Teil der Gem. Monteceneri. Ortschaft auf der rechten Talseite des mittleren Vedeggiotals am Eingang zum Seitental Cusella, einem weitläufigen Tal mit vielen Alpweiden und Maiensässen, das bis zum Tamaro hinaufreicht. 1335 Sezelino. 1591 347 Einw.; 1801 234; 1850 229; 1900 236; 1950 212; 2000 390. Im MA gehörte S. zum Gebiet der Carvina, das die Dörfer im oberen Vedeggiotal ab S. umfasste und dessen weltl. und kirchl. Hauptort Bironico war. Nach einem Urbar von 1296 besass der Dom von Como in S. Ländereien, Weiden, Wälder, Felder und Grundstücke mit Häusern. Vermutlich gab es damals in S. Befestigungsanlagen. Die 1296 erw. Kirche S. Andrea wurde im 16. Jh. neu erbaut und im 18. Jh. restauriert. Nach der Trennung von Bironico wurde 1625 die Pfarrei errichtet. Viele Bewohner des Dorfs, das lange von der Landwirtschaft geprägt war, emigrierten aus wirtschaftl. Not. Im 21. Jh. gehört S. zur Handels- und Industriezone, die in der Ebene zwischen S. und den Nachbardörfern, v.a. Mezzovico-Vira, entstanden ist.


Literatur
– G. Chiesi, F. Zappa, Terre della Carvina, 1991
Strada Regina: Sammelmappe (Valle Carvina, Alto Vedeggio), 2009 (BCMe)

Autorin/Autor: Bernardino Croci Maspoli / CN