Roggenbach, von

Aus dem Schwarzwald stammendes Dienstadelsgeschlecht der Hzg. von Zähringen, das sich ab dem 16. Jh. verzweigte und dessen Angehörige unter ihren dt., aber auch franz. Vornamen bekannt sind. Die Mitglieder der Linie, die nach dem Dreissigjährigen Krieg von Schopfheim im Breisgau ins Fürstbistum Basel zogen, brachten mit Johann Konrad ( -> 6) und Franz Joseph Sigismund ( -> 4) zwei Fürstbischöfe hervor, versch. Domherren des Domkapitels Basel sowie mehrere aufeinanderfolgende Generationen von Vögten von Zwingen und Laufen. Die 1773 vom franz. König zu Freiherren erhobenen R. bekleideten hohe Ämter in der bischöfl. Verwaltung, so Franz Josef Konrad ( -> 3). Die Seitenlinie von Birseck, die vom Vogt Johann Sebastian ( -> 7) ausging und ausser ihm einen weiteren Vogt stellte, und jene der Freiberge, zu der Beat Franz Ludwig ( -> 2) gehörte, erloschen vor 1800. Adam Franz Xaver Philipp ( -> 1), den die Franz. Revolution in die alte Heimat nach Baden (D) vertrieb, zählte zum Schopfheimer Zweig, der 1925 ausstarb.


Archive
– AAEB, Nachlass
Literatur
– M. von Roggenbach, Chronik der Freiherrl. Fam. von R., 1888
– C. Bosshart-Pfluger, Das Basler Domkapitel von seiner Übersiedlung nach Arlesheim bis zur Säkularisation (1678-1803), 1983
– P.-R. Zander, «Ergänzungen zur Fam. von R.», in Regio-Familienforscher 2, 1989, 57-63
– C. von Blarer, «Zur Gesch. der Fam. Blarer von Wartensee», in Regio-Familienforscher 15, 2002, 153-160

Autorin/Autor: Damien Bregnard / AL