Ostein, von

Adelsfam. im Oberelsass, deren erster Vertreter 1135 als Ministeriale der Abtei Murbach erwähnt wird. Bis zur Mitte des 16. Jh. blieb das Geschlecht im Einflussbereich von Murbach und benachbarter Herren oder im Dienst der Kirche. Im 17. und 18. Jh. waren Angehörige der O. in den Kapiteln von Würzburg, Bamberg, Augsburg, Eichstätt (Bayern), Basel und Comburg (Baden-Württemberg) tätig. Johann Heinrich ( -> 1) ebnete als Bf. von Basel anderen Familienmitgliedern den Weg ins Domkapitel. Sein Bruder Johann Theobald (1587-1651 erw.) war Obervogt der Herrschaft Birseck. Der Basler Domherr Johann Heinrich (1632-95) war ein Sohn von Johann Jakob ( -> 2). Sein Neffe bzw. Johann Jakobs Enkel Johann Friedrich Karl (1689-1763) wirkte 1743-63 als Kurfürst und Ebf. von Mainz. 1712 erlangte die Fam. den Reichsgrafentitel. 1809 starb sie aus.


Literatur
– C. Bosshart-Pfluger, Das Basler Domkapitel von seiner Übersiedlung nach Arlesheim bis zur Säkularisation (1678-1803), 1983, 250 f.
Nouveau dictionnaire de biographie alsacienne 29, 1997, 2914 f.

Autorin/Autor: Emma Chatelain / ASCH