11/01/2012 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Savosa

Polit. Gem. TI, Bez. Lugano. S. bildet den nordwestl. Teil der Agglomeration Lugano und umfasst die Weiler Crocifisso und seit 1804 einen Teil der ehem. Gem. Rovello. 1335 Savoxa. 1747 145 Einw.; 1808 125; 1850 196; 1900 275; 1950 589; 2000 2'061. Im MA waren S. und das 1078 erstmals erw. Rovello zwei von einander getrennte Nachbarschaften (vicinanze), die der Pieve Lugano unterstanden. Das Kollegiatstift S. Lorenzo von Lugano besass im 11. und 12. Jh. ausgedehnte Ländereien in Rovello, der Bf. von Como im 14. Jh. Lehen in S. und in Rovello. S. war erst nach Lugano, ab 1801 nach Porza kirchgenössig, von dem es sich 1825 löste. Rovello und Crocifisso wurden erst 1927 in die Pfarrei S. eingegliedert. Die seit 1578 bezeugte Pfarrkirche Beata Vergine Annunciata wurde im 18. und 19. Jh. mehrmals umgebaut und 1993 restauriert. Die Anlage S. Maurizio in Rovello, die sich heute auf dem Luganeser Stadtgebiet befindet, besteht aus einem Bauerngut, einer 1203 erstmals erw. Kapelle und einem Friedhof. Sie wurde von den Humiliaten gegründet, 1365 vom Bf. von Como dem Spital S. Maria in Lugano angegliedert und 1906 vom Zuckerindustriellen Emilio Maraini gekauft. Neben der Landwirtschaft besassen Handwerk und Gewerbe schon zu Beginn des 20. Jh. eine gewisse Bedeutung (1903 Gärtnerei, 1907 Weingut). In der 2. Hälfte des 20. Jh. siedelten sich im nahe bei Lugano gelegenen Weiler Crocifisso, der 1957 einen Anschluss an das städt. Strassenbahnnetz erhielt, mehrere Unternehmen u.a. aus dem Immobilien- und Bausektor an. Dadurch erlebte die Gem. einen markanten Aufschwung. In S. befindet sich das Gymnasium Lugano 2. Die in den 1950er Jahren erstellten Wohnquartiere in Rovello und Crocifisso führten zu einem starken Bevölkerungsanstieg. 2000 waren vier Fünftel der erwerbstätigen Bevölkerung Wegpendler, insbesondere nach Lugano.


Literatur
– G. Foletti, S., 1979
Lugano e il suo ospedale, Ausstellungskat. Lugano, 1995, 95, 137-141, 148-150

Autorin/Autor: Antonio Gili / PTO