04/02/2011 | Rückmeldung | PDF | drucken

Sala Capriasca

Ehem. polit. Gem. TI, Bez. Lugano, seit 2001 mit Cagiallo, Lopagno, Roveredo (TI), Tesserete und Vaglio Teil der polit. Gem. Capriasca. S. liegt im mittleren Capriascatal, am Fuss des Monte Bigorio und umfasst die Ortsteile Sala, Bigorio, Lelgio und Pezzolo. 1078 Sale, 1467 Salla. 1574 391 Einw.; 1638 505; 1850 549; 1900 578; 1950 549; 2000 1'179. Der ummauerte burgus langobard. Ursprungs bildete im 15. Jh. eine Nachbarschaft mit Bigorio. In der 1. Hälfte des 16. Jh. hatte S. Rechte an den Gemeingütern in der Pieve Capriasca inne. S. war nach Tesserete kirchgenössig, von dem es sich 1933 löste. Die 1413 erw. Pfarrkirche S. Antonio wurde im 15. und 16. Jh. neu erstellt. 1535 wurde das Kloster Bigorio als erster Sitz der Kapuziner in der Schweiz gegründet. Wirtschaftlich dominierten lange Landwirtschaft und Landhandwerk. Die traditionelle saisonale Auswanderung brachte zusätzl. Einkommen. In der 2. Hälfte des 20. Jh. entwickelte sich S. zur Wohngemeinde. 2000 waren vier Fünftel der erwerbstätigen Bevölkerung Wegpendler, besonders nach Lugano.


Literatur
– G.J. Schwarz, I 1000 anni di S., 1990 (ASTI)
ISOS TI 2.2, 2006, 381-389

Autorin/Autor: Francesca Corti / PTO