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Borgeaud, Marius

geboren 21.9.1861 Lausanne,gestorben 16.7.1924 Paris, ref., von Pully, Paudex und Lausanne. Sohn des Charles Eugène Louis, Rentiers, und der Suzanne Anna geb. De Trey. ∞ Madeleine Gascoin, Tochter eines Kaufmanns von Nantes, Französin. Ausbildung an der Industrieschule in Lausanne, unterbrochen von einer Banklehre in Marseille. Nachdem B. in Paris das väterl. Erbe vergeudet hatte, beschloss er um die Jahrhundertwende, sich der Malerei zu widmen, und belegte Kurse an der Académie Humbert. 1903-09 malte er impressionist. Landschaften. 1908 entdeckte er die Bretagne, wohin er fortan jedes Jahr zurückkehrte. Ab 1910 malte B. vor allem Interieurszenen. Nach der Begegnung mit seiner zukünftigen Ehefrau um 1917 tauchten neue Motive auf, in denen das Thema des Weiblichen gegenwärtig war. Obwohl B. ab 1905 in den Pariser Salons ausstellte, wurde er erst um 1919 berühmt. Unter dem Einfluss von Paul Cézanne und Félix Vallotton gab er seinen anekdot. Stil auf und fand zu einem nüchterneren Ausdruck.


Literatur
– E. Carey, Marius B., 1993
– E. Carey, «Marius B. (1861-1924)», in Chasse-Marée 60, 1994, 64-75
– B. Wyder, Marius B., 1999, (Werkverz.)

Autorin/Autor: Edith Carey / SK