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Bösch, August

geboren 20.8.1857 Ebnat, gestorben 11.8.1911 Zürich, von Ebnat. Sohn des Georg Michael, bäuerl. Herkunft. Ledig. Wegen Gehörverlusts trat B. 1866 in die Taubstummenanstalt St. Gallen ein. Nach einer Steinhauerlehre in Zürich 1873-75 besuchte er den Zeichen- und Modellierunterricht an der Kantonsschule und am Polytechnikum. 1875-79 studierte B. an der Kunstgewerbeschule und der Akademie in München, bis 1884 an der Ecole des Arts Décoratifs in Paris. Darauf war er in Zürich als Steinhauer tätig, 1896-97 in St. Gallen, wo er in seinem "Broder"-Brunnen Neubarock- und Jugendstil-Elemente vereinigte. Ab 1901 hielt sich B. in Rom auf. Lange Zeit im Banne Arnold Böcklins (Tritonen), liess er sich später vermehrt durch die Antike beeinflussen. Das bildhauer. Werk B.s umfasst neben Brunnen- und Bauplastiken auch Denkmäler, Büsten und kleine, heitere Genreszenen.


Literatur
SKL 1, 168
– H. Moser, «August B.», in Die Schweiz 16, 1912, 62 f.
BLSK, 132, (mit Bibl.)

Autorin/Autor: Tapan Bhattacharya