Valär

Fam. der Oberschicht in Fideris, Jenaz und Davos. Ab 1396 traten die V. als landesherrl. Ammänner des Gerichts Castels (Jenaz, Fideris, Luzein) auf. In Fideris besassen sie Zehntanteile, tätigten Geschäfte mit der Kirchgem. und erschienen ab 1594 im Besitz des Bads, eines landesherrl.-österr. Lehens, das sie 1636 mit der Fam. Sprecher in Luzein teilten. 1490 gehörten die V. zur engsten Klientel der Landesherren von Matsch. Mit Bundslandammann Paul (gestorben 1684), der das Schloss Vorburg bei der Burg Grimmenstein (Gem. St. Margrethen) erwarb, starb der bedeutende Familienzweig in Fideris aus. Pauls Bruder Jakob ( -> 2), der ebenfalls Bundslandammann war, begründete eine neue Linie in Davos. Ein Jenazer Zweig blühte noch zu Beginn des 21. Jh.


Literatur
Schweiz. Geschlechterbuch 3, 452-476
– M. Valèr, Sechs Jahrhunderte Davoser Gesch., 1912, 57
– K. Huber, Rät. Namenbuch 2, 1985, 535
– H. Simmen, «Aus der Gesch. der Fam. V.», in BM, 1997, 415-431

Autorin/Autor: Florian Hitz