Pambio-Noranco

Ehemalige politische Gemeinde TI, Bezirk Lugano, seit 2004 Teil der Gemeinde Lugano. P. entstand 1904 aus dem Zusammenschluss der Gemeinden Pambio am Hang und Noranco im Pian Scairolo und liegt in der Nähe des Autobahnanschlusses Lugano Süd. 1241 Pamio, 1335 Naurancho. 1850 170 Einw.; 1900 298; 1950 438; 1990 610; 2000 570. Schon 1198 bezeugte Grundstücke wurden im 13. und 14. Jh. vom Bf. von Como als Lehen vergeben. Die im 14. Jh. erwähnte Kirche S. Pietro in Pambio wurde 1468 selbstständige Pfarrkirche. 1752 wurde sie neu erbaut, 1972-83 restauriert. Im Stadtrecht von Como von 1335 wird das Concilium sancti Petri de Pamio, eine um die Kirche gruppierte Gemeinschaft erwähnt, die P., Pazzallo (heute Gemeinde Lugano) und Calprino (Gemeinde Paradiso) umfasste. Diese Gütergemeinschaft überlebte als Zweckverband der vier Gemeinden bis 1888. Früher wurden v.a. Rebbau und Seidenraupenzucht betrieben sowie Rüben angebaut. Im 19. Jh. kamen zwei Ziegelbrennereien hinzu, die im Lauf des 20. Jh. wieder verschwanden. Bis in die 1950er Jahre war P. landwirtschaftlich geprägt. In den letzten Jahrzehnten des 20. Jh. siedelten sich viele Industrie- und Gewerbebetriebe an.


Literatur
– C. Ghielmini, P., 2004

Autorin/Autor: Antonio Gili / CN