Blumenthal

Erster bekannter Vertreter ist der 1289 als Bürge im Friedensvertrag zwischen Frh. Heinrich Brun von Rhäzüns und Ritter Hartwig von Löwenstein erw. Ru[dolfus] de B. Der aus dem Geschlecht der von Morissen stammende Ministeriale begründete durch Aneignung der Amtssitzbezeichnung seiner auf der Festung B. in Degen ausgeübten Funktion die neue Seitenlinie der B. von Morissen. Gegen Ende des 14. Jh. entstand als neue Seitenlinie das Geschlecht der Vetten (Wetten). Im SpätMA als bischöfl. Ministerialien tätig, übten sie in der Frühneuzeit (v.a. im 18. Jh.) neben Bundes- und Landesämtern immer wieder das Landammann- und das Bannerherrenamt im Lugnez aus. Militär. Karrieren absolvierten sie vorwiegend in Frankreich, aber auch in päpstl. und sizilian. Diensten. Heute noch besitzen die B. das Bürgerrecht in Degen, Morissen, Rodels, Surcasti und Vella.


Literatur
– G. Wetten, Die Ahnen der von B. von Morissen, 1984

Autorin/Autor: Duri Blumenthal