17/11/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Mugena

Ehem. polit. Gem. TI, Bez. Lugano, seit 2005 Teil der Gem. Alto Malcantone. 1214 Megiadina, 1270 Migena. 1599 180 Einw.; 1801 108; 1850 175; 1900 157; 1950 150; 2000 141. Ein zufälliger Streufund führte zur Entdeckung einer röm. Brandbestattung. Im MA besass das Domkapitel Como Güter in M. sowie Zehnt- und Alprechte über die halbe Alp Nisciora. Einige Urkunden erwähnen ein castrum, wahrscheinlich ein Proviantlager, doch seine Bestimmung bleibt umstritten. Im 13. Jh. gehörte M. zur „Valle d'Arosio“ (oberes Magliasinatal), einer Wirtschafts- und Verwaltungseinheit, die Arosio, Breno, Cademario, M., Tortoglio und Vezio umfasste. Die Pfarrkirche S. Agata ist seit 1361 bezeugt. Sie wurde 1636 - als M. nach der Lösung von Breno zur Vizepfarrei erhoben wurde - restauriert und Ende des 17. Jh. vollständig neu erbaut; in ihrem Innern befinden sich wertvolle Stuckarbeiten aus dem 18. Jh. Das Dorf hat sein ländl. Aussehen bewahrt. Waren früher Ackerbau und Weidewirtschaft auf den Alpen von S. Maria und Cervello die Haupteinkommensquelle, so arbeiten zu Beginn des 21. Jh. die meisten Einwohner im Tal und in Lugano.


Literatur
– V. Chiesa, Lineamenti storici del Malcantone, 1961

Autorin/Autor: Bernardino Croci Maspoli / CN