26/11/2008 | Rückmeldung | PDF | drucken

Monteggio

Polit. Gem. TI, Bez. Lugano, im unteren Malcantone an der Grenze zu Italien gelegen, in 26 Fraktionen gegliedert, u.a. Brusata, Castello, Fornasette, Lisora, Molinazzo und Ponte Cremenaga. 1466 da Montegio. 1850 619 Einw.; 1900 802; 1950 606; 2000 784. Bis 1819 hiess der heutige Dorfkern Albio, gleich wie der befestigte Sitz der Capitanei von Sessa, dessen Ruinen sich am Ort der 1428 erw. Kapelle S. Adalberto in Castello befinden. Im MA war die Geschichte von M. eng mit Sessa verbunden. Wie die anderen Gem. im Tal der Tresa (Ponte Tresa und Croglio) zählte M. wegen der Verteidigungsaufgaben, mit denen seine Einwohner betraut waren, zu den sog. abgesonderten Gem., die privilegiert waren. Die Steuerbefreiungen, die M. im 14. Jh. von den Hzg. von Mailand gewährt worden waren, wurden 1513 von den eidg. Orten bestätigt. Kirchlich gehört M. zu Sessa. In der Vergangenheit sind vielfältige gewerbl. Aktivitäten bezeugt (Ziegeleien, Mühlen, Hammerschmieden, Fischerei und eine Sägerei). Um die Mitte des 19. Jh. wurde Torf gestochen und in Molinazzo befand sich eine Giesserei. In der Talsohle haben sich in den vergangenen Jahrzehnten versch. Handels- und Industrieunternehmen angesiedelt.


Literatur
– F. Bertoliatti, Profilo storico di Sessa, 1942
– V. Chiesa, Lineamenti storici del Malcantone, 1961
BSSI, 2004, 245 f.

Autorin/Autor: Bernardino Croci Maspoli / GL