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Fescoggia

Polit. Gem. TI, Bez. Lugano. Dorf des oberen Malcantone, auf einer Geländeterrasse (837 m) unterhalb des Monte Torri. 1296 Fescozia. 1801 131 Einw.; 1850 177; 1900 149; 1950 83; 1980 72; 1990 105; 2000 88. Nach einem Dokument von 1296 war F. neben Agnuzzo das einzige Dorf des Luganese, das sich gänzlich im Besitz des Domkapitels von Como befand. In der gleichen Quelle wird auf ein castellum de Arina hingewiesen, von dem jedoch weitere Kunde fehlt. Das Kloster S. Abbondio in Como besass das Zehntrecht, welches es 1579 an die Nachbarschaft Breno verkaufte. F. gehört zur Pfarrei Breno; die dem hl. Silvester geweihte Betkapelle wurde Ende des 13. Jh. über einer früheren, der Schneemadonna geweihten Kirche errichtet und im ausgehenden 18. Jh. letztmals umgebaut. Das im 15. Jh. eingegrenzte Gemeindegebiet umfasst auch die Monti di Lot und die Alp Firinesc. Bis Ende des 19. Jh. betrieben die Einwohner Weide- und Alpwirtschaft an den östl. Abhängen der Berge S. Maria und Cervello. Auf dem Monte Torri wurde im 19. Jh. Eisenerz (Hämatit) abgebaut und ein Ofen zur Verhüttung in Betrieb genommen. 2000 waren mehr als vier Fünftel der in F. lebenden Erwerbstätigen Wegpendler.


Literatur
– V. Chiesa, Lineamenti storici del Malcantone, 1961
Almanacco Malcantonese e bassa Valle del Vedeggio, 1985, 39-83

Autorin/Autor: Bernardino Croci Maspoli / EB