15/03/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken

Curio

Polit. Gem. TI, Bez. Lugano. Im Malcantone am Südhang des Gheggio gelegen. Der alte Dorfkern hat eine bemerkenswerte Form: Er ist entlang zweier Strassen gebaut. Zu C. gehört auch die Exklave Bombinasco, die 1850 endgültig zu C. kam. 1196 Coira, 1298 Cuyri. 1591 500 Einw. (zusammen mit Novaggio); 1801 245; 1900 340; 1950 275; 2000 521. Im MA bildete C. zusammen mit Novaggio, Banco und Bedigliora eine Kastlanei. Die jetzige Pfarrkirche wurde 1609 gebaut, aber bereits 1352 wurde eine dem hl. Petrus geweihte Kirche erwähnt. Zahlreiche Bewohner sind durch Tätigkeiten, die sie in der Fremde ausübten, berühmt geworden. Erwähnt seien die Fam. Avanzini (Notare, Ärzte, Bauleute) und Visconti (Architekten und Ingenieure), welche vom Ende des 18. Jh. und während des ganzen 19. Jh. im Piemont und v.a. in Russland tätig waren. Diese Fam. brachten eine philanthrop. Gesinnung nach C., die im 19. und zu Beginn des 20. Jh. zu einer ganzen Reihe von gemeinnützigen Gründungen führte, deren wichtigste die erste kant. Zeichenschule war (1850). Im alten Gebäude dieser Schule findet sich heute das 1985 gegr. Museum des Malcantone. Ein Grossteil der Bevölkerung arbeitet in Lugano oder im unteren Malcantone.


Literatur
– E. Medici, C., 1961
– E.W. Alther, E. Medici, C. e Bombinasco dagli albori, 1993

Autorin/Autor: Bernardino Croci Maspoli / AW