15/03/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken

Cureglia

Polit. Gem. TI, Bez. Lugano. Dorf auf der Wasserscheide zwischen dem Val Vedeggio und dem Valle del Cassarate, an der Strasse, welche diese beiden Täler verbindet. 1335 Curea, Curilia. 1591 35 Feuerstellen; 1696 200 Einw.; 1769 218; 1801 175; 1850 277; 1900 304; 1950 335; 2000 1'219. Im Jahre 1468 löste sich Comano, zu dem C. gehörte, von der Pfarrei Lugano. Erst 1594 wurde C. unabhängige Pfarrei. Die Pfarrkirche S. Cristoforo, bereits 1420 erw., wurde im 19. Jh. grundlegend umgebaut; die Kapelle S. Maria del Buon Consiglio stammt aus dem 18. Jh. Im landwirtschaftlich geprägten Dorf, in dem Weinbau und eine Käserei betrieben wird, finden sich Wohnhäuser, die sich die angesehenen Fam. Caresana, Rinaldi, Saroli, Tarilli und Brilli im 16. und 17. Jh. von zurückgewanderten kunstfertigen Handwerkern errichten liessen. Die fortschreitende Verstädterung des Umlandes von Lugano und die Einrichtung der Fernsehstudios in Comano begünstigten eine rasche Zunahme der Wohnbevölkerung: zwischen 1950 und 2000 vervierfachte sich die Zahl der Einwohner; Wohnbauten wurden auch ausserhalb des alten Dorfkerns errichtet.


Literatur
– G. Tarilli, Storia della popolazione di C. durante il XVIII secolo, 1976
– D. Tarilli, Notizie dal Cinquecento, hrsg. von D. Petrini, T. Petrini, 1993

Autorin/Autor: Antonio Gili / GG