Ehem. polit. Gem. TI, Bez. Lugano, seit 2004 Teil der polit. Gem. Lugano. Auf einer Geländeterrasse des Monte Boglia gelegen. 1329 Curezia. 1799 62 Einw.; 1850 53; 1900 47; 1950 24; 2000 112. Der Bf. von Como besass 1336 in C. Güter. Der Besitz der Rusca aus Como gelangte 1454 durch Verkauf an die Gem. Sonvico. Die aus dem 14. Jh. stammende Kapelle S. Gottardo (1561 erw., 1591 wieder aufgebaut) ist seit jeher von der Pfarrkirche S. Maria in Pazzalino (Gem. Pregassona) abhängig. Das Bauerndorf C., eine der ärmsten und kleinsten Gem. des Kantons, wurde vermutlich von Fam. aus Pregassona und Viganello gegründet, die den Berg bewirtschafteten und sich dort niederliessen. Viele Einwohner emigrierten, um ein Auskommen zu finden. Wie andere kleine Gem. verlieh C. zu Beginn des 20. Jh. Tausenden von Ausländern das Bürgerrecht und erhöhte durch die Erhebung entsprechender Steuern seine Einkünfte. Das berühmte jährl. S. Gottardo-Kirchweihfest in C. hat heute seine frühere Bedeutung verloren.
Literatur
– L. Brentani, Miscellanea storica ticinese, 1926, 189, 195, 304
– I. Marcionetti, Cristianesimo nel Ticino 1, 1990, 185
Autorin/Autor: Antonio Gili / CN