Cimo

Ehemalige politische Gemeinde TI, Bezirk Lugano, seit 2004 Teil der politischen Gemeinde Bioggio. Dorf im mittleren Malcantone, am östl. Abhang des Monte S. Maria mit der gleichnamigen Kirche, zu deren Pfarrei (Iseo) C. gehört. 1335 Gimo. 1808 44 Einw.; 1850 61; 1900 125; 1950 88; 1960 83; 2000 209. 1969 wurden vier spätröm. Gräber entdeckt mit Beigaben aus glasierter Keramik und nicht geschlossenen Armspangen, deren Enden in Schlangenköpfen auslaufen. Im SpätMA bildete C. mit Iseo, Aranno und später Miglieglia das concilium (Nachbarschaft) S. Maria Giovena und war Teil der Pieve Agno. Die Kapelle im Ortskern von C. war bis zur Mitte des 19. Jh. dem hl. Michael (heute S. Giuseppe) geweiht. Längere Tradition hatten, neben der Landwirtschaft, die saisonale und dauerhafte Emigration. Entlang der Strasse von Gaggio di Bioggio nach C. und Vernate, am Abhang über der Bucht von Agno, ist eine fast durchgehende Überbauung im Gange.


Literatur
– V. Chiesa, Lineamenti storici del Malcantone, 1961
Almanacco malcantonese e bassa valle del Vedeggio, 1974, 11-18

Autorin/Autor: Bernardino Croci Maspoli / GG