24/01/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken

Camignolo

Polit. Gem. TI, Bez. Lugano. Dorf bei der Brücke über den Vedeggio, am Ausgang des Valle d'Isone. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über die linke Talseite hinauf bis nach Gola di Lago und umfasst auch die Alp Santa Maria in Lago. 1296 Camigiollo. 1692 260 Einw.; 1801 160; 1850 258; 1900 238; 1950 319; 2000 596. Im MA erscheint C. als Teil der Pfarrei Bironico und der Talgemeinde des Valle Carvina; die Domkirche von Como besass Güter in C. 1348 ist eine Burg San Ambrogio erwähnt, die vermutlich schon zu Beginn der eidg. Herrschaft anfangs des 16. Jh. zerfallen war. Ab 1670 Vizepfarrei, wurde C. 1809 zur Pfarrei erhoben. Die im 15. Jh. erwähnte Pfarrkirche S. Pietro e Paolo erhielt ihr heutiges Aussehen durch um 1670 angebrachte Veränderungen. Die aus dem 10. Jh. stammende Kapelle S. Ambrogio (1348 erw.) ist reich an Fresken aus der Spätromanik und aus dem 15. Jh. (restauriert 1976-79). Die Einwohner sind immer noch vorwiegend in der Landwirtschaft beschäftigt (starke Auswanderung vor der Industrialisierung). Erst in den letzten Jahrzehnten fand eine bescheidene Entwicklung in Baugewerbe, Industrie und Handwerk statt. C. ist Sitz einer Sekundarschule.


Literatur
– G. Chiesi, F. Zappa, Terre della Carvina, 1991

Autorin/Autor: Bernardino Croci Maspoli / CN