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Burgener, Franz Joseph

getauft 16.10.1697 Visp, gestorben 16.1.1767 Visp, kath., von Visp. Sohn des Hans Jodok ( -> 3) und der Anna Cäcilia Lambien. Neffe des Landeshauptmanns Arnold Blatter. ∞ 1) 1717 Maria Patientia Venetz (gestorben 1741), Tochter des Johann Bartholomäus, eines Vertrauten des Landeshauptmanns, 2) 1742 Margareta Blatter, Tochter des Hans Anton, Bannerherrn, Nichte des Sittener Bf. Johann Joseph Arnold Blatter. Besitzer eines Eisenbergwerks im Gondotal und einer Hammerschmiede in Baltschieder (1741-42). 1717 Kastlan des Zenden Visp und Walliser Landratsabgeordneter. 1727-29 Landvogt von Monthey. Ab 1721 Hauptmann des Zenden Visp, ab 1731 Kommandant (Oberst) der Oberwalliser Milizen. B. nahm an den in Solothurn vom franz. Ambassador zur Geburt des Thronfolgers 1729 veranstalteten Feierlichkeiten teil. Der Walliser Landrat sandte ihn 1735 und 1737 nach Turin, 1739 nach Chambéry (Savoyen), um Gebietsstreitigkeiten mit dem Königreich Sardinien beizulegen. 1742 folgte B. seinem Schwager Johann Fabian Schiner als Landeshauptmann des Wallis nach. Er hatte mehrmals Auseinandersetzungen sowohl mit dem Domkapitel als auch mit dem Fürstbf. von Sitten, Johann Hildebrand Roten (1752-60). 1756 leitete er die Walliser Gesandtschaft bei der Erneuerung des Bündnisses mit den sieben kath. Orten der Eidgenossenschaft in Stans. Nach seinem Rücktritt als Landeshauptmann im Mai 1761 behielt B. seine militär. Ämter und das Amt als Grosskastlan im Val de Bagnes (für den Abt von Saint-Maurice) und des Val d'Anniviers für den Fürstbf. von Sitten. 1751 hatte er das Armenspital von Visp gestiftet.


Literatur
– von Roten, Landeshauptmänner, 480-493

Autorin/Autor: Frédéric Giroud / KMG