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Châtillon, Aymon de (d'Aoste)

gestorben 26.7.1323 Sitten. Aus einer Nebenlinie der de Challant, Vizegf. von Aosta, die sich nach C. im Aostatal nannte. Sohn des Godefroy und der Marie Grossi du Châtelar. 1294-99 Archidiakon von Aosta. 1294 Domherr von Tarentaise (Savoyen), 1299 Domherr von Sitten. 1307 Dekan von Sitten, 1308-23 Bf. von Sitten: C. erliess 1310, 1313-20, 1317-23 Synodal- sowie 1311 und 1320 Kapitelsstatuten. 1319 schützte er das Kanzleimonopol des Domkapitels gegen das öffentl. Notariat, intervenierte jedoch im Lauf eines langen Prozesses (1320-26) zugunsten des gerichtsherrl. Siegels, das sein Neffe und Vasall Johann von Eifisch im Val d'Anniviers führte. Die Epoche äusseren Friedens und innerer Stabilität erlaubte C., 1312 und 1315 einer dringenden Renovation der Kathedrale und der Kirche von Valeria finanziell vorzukehren.


Literatur
HS I/5, 177 f.
– Gatz, Bischöfe 1198, 735

Autorin/Autor: Gregor Zenhäusern