24/01/2012 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Sonogno

Polit. Gem. TI, Bez. Locarno, hinterstes Dorf des Verzascatals auf 918 m, rund 30 km von Locarno entfernt. 1200 sornono, 1417 Senognio. 1596 ca. 40 und 1743 ca. 70 Feuerstätten; 1850 334 Einw.; 1900 293; 1950 151; 2000 86. Im MA war S. eine Squadra der Nachbarschaft Verzasca und teilte das Schicksal des Tals. 1395-1843 bildete das Dorf mit Frasco eine Gemeinde. Bis 1518 war es nach Vogorno kirchgenössig. Danach entstand eine gemeinsame Pfarrei mit Frasco, von der sich S. 1734 trennte. Die 1519 erw. Pfarrkirche S. Maria Lauretana wurde 1854 neu errichtet und von Cherubino Patà ausgemalt. Die Bevölkerung betrieb ab dem 14. Jh. Weidewirtschaft mit saisonaler Transhumanz: Den Winter verbrachte sie in der Magadinoebene. Die Auswanderung, ab 1850 v.a. nach Übersee und später in die städt. Zentren, führt seit Mitte des 19. Jh. zu einer ständigen Bevölkerungsabnahme. Seit den 1970er Jahren wächst die Bedeutung des traditionellen Wollhandwerks, u.a. dank der Einrichtung der Casa della lana 1978. 1974 wurde das Museum des Verzascatals in S. eröffnet. 2005 entfielen noch 47% der Arbeitsplätze auf den 1. Sektor.


Literatur
Il Comune, 1974, 357-371

Autorin/Autor: Daniela Pauli Falconi / PTO