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Sant'Abbondio

Ehem. polit. Gem. TI, Bez. Locarno, die 2010 mit Caviano, Contone, Gerra (Gambarogno), Magadino, Indemini, Piazzogna, San Nazzaro und Vira (Gambarogno) zur neuen polit. Gem. Gambarogno fusionierte. An den Abhängen des Monte Gambarogno in aussichtsreicher Lage über dem Langensee gelegen, die Weiler Calgiano, Ranzo und Garaverio umfassend. 1192 Sancto Abundio. 1591 825 Einw.; 1683 850; 1795 500; 1850 251; 1900 170; 1950 116; 2000 123. Gemäss einer Urkunde von 1358 bestanden damals rund um die Kirche (1364 erstmals mit dem Patrozinium SS. Abbondio e Andrea erw., ab 1853 in klassizist. Stil umgebaut) wahrscheinlich schon die Siedlungen Ronco de Martignoni, Ronco di Sopra, Scimiana, Calgiano, Caviano und Scaiano. Nach der Trennung von der Mutterkirche in Vira 1558 nannte sich diese verwaltungsmässige und religiöse Einheit Pfarrei S. 1774 lösten sich Ronco de Martignoni, Ronco di Sopra und Scimiana (Vizepfarrei Gerra), 1850 Caviano und Scaiano. Die Bevölkerung lebte v.a. von Ackerbau und Weidewirtschaft; dazu kam im 19. Jh. die Auswanderung von Dekorateuren, Flachmalern und Hafnern nach Frankreich. In der 2. Hälfte des 20. Jh. wurde S. für den Tourismus erschlossen und es entstanden zahlreiche Zweitwohnungen.


Literatur
– V. Gilardoni, Rocco da Bedano, «Riviera del Gambarogno», in AST 39, 1969, 355-376
Kdm TI 3, 1983, 66-77

Autorin/Autor: Graziano Tarilli / PTO