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Ronco sopra Ascona

Polit. Gem. TI, Bez. Locarno. Das Dorf in Panoramalage über dem Langensee umfasst auch die Ortsteile Fontana Martina und Porto Ronco. 1264 Roncha, 1498 Ronca de Scona. 1850 378 Einw.; 1900 257; 1950 540; 1980 745; 2000 659 (34% deutschsprachig). R. bildete mit Ascona eine ab 1321 bezeugte Nachbarschaft mit eigenen Statuten (1369), von der es sich 1641 trennte. In der frühen Neuzeit war R. Teil der Vogtei Locarno. 1626 löste sich die 1498 erw. Pfarrkirche S. Martino von der Mutterkirche in Ascona, doch wählten die dortigen Priester von 1632 bis 1813 den Geistlichen von R. Weinbau und Viehzucht stellten die Haupterwerbsquellen dar. Viele Bewohner wanderten zunächst in die Toskana aus, wo sie u.a. am Monopol für den Gepäckverlad am Zoll von Florenz und Livorno teilhatten, und ab dem 19. Jh. nach Übersee. Seit Mitte des 20. Jh. ist R. ein beliebter Ferienort, in dem zahlreiche Zweitwohnungen entstanden. 2000 waren drei Fünftel der Erwerbstätigen Wegpendler.


Literatur
Kdm TI 2, 1979, 187-214
R., hg. von C. Schwarz-Ammann, 2007

Autorin/Autor: Rodolfo Huber / CHM