07/01/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Mosogno

Polit. Gem. TI, Bez. Locarno; auf 783 m entlang der Strasse durch das Onsernonetal gelegenes Dorf, das die Fraktionen Bairone, Chiosso und M. Sotto, früher "terre" genannt, umfasst. 1277 Mosogno, 1352 Muxognio. 1795 290 Einw.; 1808 284; 1836 319; 1850 307; 1870 365, 1900 280; 1950 141; 1960 73; 2000 57. Bis 1803 bildete M. eine der fünf Squadren, die seit dem MA Teil der alten Talgem. Onsernone waren. Kirchlich wurde M. nach der Trennung von Loco 1685 eine selbstständige Pfarrei. 1596 wurde die Pfarrkirche S. Bernardo längs der Kantonsstrasse errichtet. In der Fraktion M. Sotto steht die auf 1684 zurückgehende Kapelle S. Maria Addolorata. 1657 entstand die Kapelle S. Maria della Natività in der Fraktion Bairone, während in der Fraktion Chiosso in der 2. Hälfte des 17. Jh. die Kapelle S. Giacomo errichtet wurde. Der Niedergang der Strohmanufaktur, die Emigration und später die Abwanderung in die urbanen Zentren führten seit Ende des 19. Jh. zu einem ständigen Bevölkerungsrückgang.


Literatur
– A. Rima, «Notizie sulla Mezantura di M.», in La voce onsernonese, 1997, Nr. 153, 7-10

Autorin/Autor: Vasco Gamboni / MS