27/08/2004 | Rückmeldung | PDF | drucken

Elmer

Der Name E. deutet auf Elm im Kt. Glarus als Herkunftsort hin. Eine Abstammung aller E. aus dieser Gem. ist jedoch nicht nachgewiesen. Schon im 13. und 14. Jh., in säcking.-habsburg. Zeit, sind verschiedene E. als Ammänner der Landleute von Glarus erwähnt. Ebenso waren E. bei der Ablösung vom Kloster Säckingen beteiligt. In der Reformationszeit schlossen sich alle E. dem neuen Glauben an. Im 16.-17. Jh. gelangten mit Johann Christof ( -> 2), Johann Heinrich ( -> 3) und dessen gleichnamigem Sohn ( -> 4) mehrere Vertreter in die höchsten Landesämter. Mit diesen Ämtern verbunden war die Wohnsitznahme in Glarus. Hier sind E. schon vom 16. Jh. an als Alpbesitzer und Handwerker nachweisbar. Als begüterte Bauern und Besitzer von Alpen nahmen die E. in Elm vom 17. bis ins 19. Jh. eine bedeutende Stellung ein. Ebenfalls zu den angesehensten Fam. gehörten sie in Matt, Linthal, Rüti (GL), Schwanden (GL), Niederurnen und Bilten.


Literatur
Schweiz. Geschlechterbuch 6, 152-159
– F. Stucki, 50 alte Glarner Fam., 1989, 26-29
– H. Stüssi, «Die Schweizer E.», in Die E., hg. von M. Ellmer, 1990, 10-291

Autorin/Autor: Hans Rudolf Stauffacher