01/02/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken

Caviano

Polit. Gem. TI, Bez. Locarno, mit dem südl. über dem Langensee gelegenen Dorf C. und dem Weiler Scaiano. Westlichste Gem. des Gambarogno und Grenzort nach Italien mit dem Zollposten in Dirinella am Seeufer. 1258 Caviliano. 1591 59 Feuerstellen; 1808 249 Einw.; 1850 332; 1900 272; 1950 184; 2000 111. 1264 und 1365 übertrugen die jeweiligen Bf. von Como einen Teil des Zehnten von Gambarogno, darunter auch den von C. und Scaiano, den Fam. Magoria und Duno aus Locarno. C. gehörte ursprünglich zur Pfarrei Locarno, dann zu S. Abbondio (1558). 1850 wurde C. eine eigene Pfarrei. Die alte Kirche -- die Gründung dürfte auf vorrom. Zeit zurückgehen -- wurde 1864 nach Vollendung der neuen Kirche S. Maria Nascente abgerissen. Die Einwohner, die nicht auswanderten, lebten von Landwirtschaft und Fischerei. Das alte Weichbild des Dorfes ist noch gut ablesbar. In der Siedlung Cento Campi standen Heuställe mit Strohdächern, die heute verfallen sind. Dieser Typus war früher auf den Maiensässen (monti) um den Langensee weit verbreitet.


Literatur
– V. Gilardoni, Rocco da Bedano, «Riviera del Gambarogno», in AST, Nr. 38, 1969, 211-238
Kdm TI 3, 1983, 13-24

Autorin/Autor: Graziano Tarilli / AW