• <b>Hermann Suter</b><br>Fotoporträt von  Albert Teichmann,   um 1920 (Universitätsbibliothek Basel).

No 16

Suter, Hermann

geboren 28.4.1870 Kaiserstuhl, gestorben 22.6.1926 Basel, von Unterehrendingen (heute Gem. Ehrendingen) und Laufenburg. Sohn des Hermann, Lehrers, und der Maria Anna geb. Vogt. ∞ 1899 Hedwig Margaretha Büchi, Tochter des Johann, Schneiders. Während seiner Basler Gymnasialzeit Klavierschüler von Hans Huber und Orgelunterricht bei Alfred Glaus, ab 1888 Musikstudien an den Konservatorien von Stuttgart und Leipzig. Ab 1892 lebte S. in Zürich und dirigierte mehrere Chöre. 1894 wurde er Organist an der neuen Kirche Zürich-Enge und 1896 Lehrer am Zürcher Konservatorium. Als Nachfolger Alfred Volklands übernahm er 1902 die Stelle des Leiters der Basler Sinfoniekonzerte, des Basler Gesangvereins und der Basler Liedertafel. 1918-21 wirkte er zudem als Direktor des Basler Konservatoriums. Als Dirigent war er ein wichtiger Fürsprecher zeitgenöss. Komponisten und führte u.a. Werke von Igor Strawinsky, Arnold Schönberg, Béla Bartók und Arthur Honegger auf. Sein eigenes Werk umfasst versch. Festspiele und Chormusik, eine Sinfonie, ein Violinkonzert und Kammermusik. Das Oratorium "Le Laudi di S. Francesco d'Assisi" (1924) wird bis heute aufgeführt. S. zählt neben Friedrich Hegar und Hans Huber zu den herausragenden Schweizer Komponisten seiner Zeit. Beim Schweiz. Tonkünstlerverein, dessen Vorstand er angehörte, besteht seit 1962 eine Hermann-Suter-Stiftung zur Förderung junger Musiker. 1913 Dr. h.c. der Univ. Basel.

<b>Hermann Suter</b><br>Fotoporträt von  Albert Teichmann,   um 1920 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/><BR/>
Fotoporträt von Albert Teichmann, um 1920 (Universitätsbibliothek Basel).
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Archive
– UBB, Nachlass
Literatur
– W. Merian, Hermann S., 1936 (mit Werkverz.)
Tonspuren, Ausstellungskat. Laufenburg, 2001

Autorin/Autor: Christoph Ballmer