• <b>Paul Juon</b><br>Der Musiker mit Bündner Wurzeln, fotografiert um 1910 in Berlin. Postkarte, herausgegeben von  Hans Dusthoff (Bibliothèque cantonale et universitaire Lausanne, Archives musicales).

No 2

Juon, Paul

geboren 8.3.1872 Moskau, gestorben 21.8.1940 Vevey, ref., von Masein. Sohn des Theodor Friedrich ( -> 3). Bruder des Eduard ( -> 1). ∞ 1) Katharina Schachlova, 2) Armande Günthert, verwitwete Hegner. J. wuchs im begüterten und kunstbegeisterten Grossbürgertum von Moskau auf. Nach Studien in Moskau und Berlin, wo er 1896 den Mendelssohn-Preis erhielt, und musikpädagog. Tätigkeit in Baku (Aserbaidschan) übersiedelte er 1897 nach Berlin, wo er als Kompositionslehrer und ab 1911 als Musikprofessor lehrte. Er war ab 1919 Mitglied und später Senator der Preuss. Akademie der Künste. Diese ehrte ihn 1929 mit dem Beethoven-Preis. 1934 zog er nach Vevey, wo er sich ausschliesslich der Komposition widmete. Sein von Tschaikowsky und Brahms beeinflusstes und in der dt. Spätromantik verwurzeltes Schaffen trug ihm den Namen "russ. Brahms" ein. Sein Nachlass umfasst Musikstücke für Orchester, Quartette und Trios, Sonaten für Streicher und Bläser, Klavierstücke und Lieder (insgesamt 99 Werke). Der Schwerpunkt seines Schaffens liegt in der Kammermusik. 1901 verfasste er eine "Prakt. Harmonielehre", 1920 ein viel beachtetes "Handbuch für Harmonie" sowie 1929 die "Anleitung zum Modulieren". Er übersetzte drei Werke über Musik aus dem Russischen.

<b>Paul Juon</b><br>Der Musiker mit Bündner Wurzeln, fotografiert um 1910 in Berlin. Postkarte, herausgegeben von  Hans Dusthoff (Bibliothèque cantonale et universitaire Lausanne, Archives musicales).<BR/>
Der Musiker mit Bündner Wurzeln, fotografiert um 1910 in Berlin. Postkarte, herausgegeben von Hans Dusthoff (Bibliothèque cantonale et universitaire Lausanne, Archives musicales).
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Archive
– BCUL, Nachlass
Literatur
– R. Bühler Bündner im Russ. Reich, 1991, 356-358 (22003)
– J.-L. Matthey, T. Badrutt, Paul J., 1997, (mit Werkverz.)
– T. Badrutt, Paul J., 1998, (mit Werkverz.)

Autorin/Autor: Roman Bühler