28/09/2010 | Rückmeldung | PDF | drucken

Ponto Valentino

Ehem. polit. Gem. TI, Bez. Blenio, seit 2004 Teil der Gem. Acquarossa, auf einer Terrasse am rechten Hang des mittleren Bleniotals gelegen. 1200 Ponto Varentino, dt. früher Punt. 1567 342 Einw.; 1602 300; 1745 444; 1850 518; 1900 424; 1950 359; 2000 218. 1309 wird eine Burg erwähnt. Im MA besass das Kloster S. Pietro in Ciel d'Oro von Pavia Güter in P. Mit Castro und Marolta bildete P. eine Nachbarschaft, die sog. Consiglio, sowie einen der sechs Abgabebez. (rodarie) des Bleniotals. Im 16. Jh. wurde P. eidgenössisch und teilte fortan das Schicksal der gemeinen Herrschaft Blenio sowie ab 1803 des gleichnamigen Bezirks. 1895 wurden die Gemeingüter aufgeteilt. Die schon 1258 belegte Pfarrkirche S. Martino wurde im 18. Jh. neu erbaut. Die Auswanderung in die übrige Schweiz und nach Europa führte zu Beginn des 19. Jh. zu einem Bevölkerungsrückgang.


Quellen
MDT, Ser. 3
Literatur
– F. Ambrosetti et al., Blenio 71, 1972
– Meyer, Blenio
– P. Ostinelli, Il governo delle anime, 1998

Autorin/Autor: Vanessa Giannò / CN