7.7.1867 Sitten,
18.2.1953 Sitten, kath., von Sitten, Leuk und Reichenbach im Kandertal. Sohn des Pierre, Waffenschmieds, und der Françoise geb. Tavernier. ∞ 1892 Marie Léonie Wild, Pianistin, Tochter des Antoine, aus dem Elsass. Musikstud. an den Konservatorien von Genf und Strassburg. Ab 1892 Domorganist in Sitten, Musiklehrer am bischöfl. Seminar, am Lehrerseminar und am staatl. Gymnasium in Sitten, wo er 1903 die Orgelschule, 1906 den Chœur mixte de la cathédrale, die Gesangsvereine Valéria und La Sédunoise und das Orchester gründete. H. übte einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung des Musiklebens im Wallis aus. Sein aussergewöhnlich umfangreiches Œuvre umfasst alle Gattungen, u.a. 1'243 Orgelwerke. Daneben hat er rund 400 Walliser Volkslieder gesammelt und als Freizeit-Bildhauer eine bedeutende Skulpturensammlung hinterlassen.
Literatur
– SML, 151 f.
– D. Allet-Zwissig, K. Chevrier, Charles H., musicien et compositeur valaisan (1867-1953), 2005
Autorin/Autor: Regula Puskás