No 65

Frey, Walter

geboren 26.1.1898 Basel, gestorben 27.8.1985 Zürich, ref., von Baden. Sohn des Emil, Musiklehrers und Commis einer Musikalienhandlung, und der Clara geb. Vogler, von Oberrohrdorf. Bruder des Emil ( -> 17). ∞ 1919 Alice Knecht, Sängerin. 1906-13 Ausbildung in Zürich bei Friedrich Niggli (Klavier) und 1911-13 bei Volkmar Andreae (Theorie), 1913-16 in Frankfurt am Main beim Pianisten Willy Rehberg. Konzertpianist und Pädagoge. 1925-58 Leiter einer Konzertausbildungsklasse am Konservatorium Zürich. 1934-60 erster Präs. der Pro Musica, der Zürcher Sektion der Internat. Gesellschaft für Neue Musik. Mitbegründer des Städt. Musikpodiums. F. setzte sich an vorderster Stelle dafür ein, dass sich Zürich der Musik des 20. Jh. öffnete. Sowohl sein Unterricht wie seine Konzerttätigkeit waren auf die Vermittlung der Neuen Musik eingestellt. Bis 1939, als sein Bruder Emil einen Schlaganfall erlitt, bildete er mit diesem ein bewundertes Klavierduo. 1960 Hans-Georg-Nägeli-Medaille.


Werke
– (Hg., zusammen mit W. Schuh) Schweiz. Klaviermusik aus der Zeit der Klassik und Romantik, 1946
Archive
– ZBZ, Musikabt., Teilnachlass
Literatur
SML, 124
50 Jahre Pro Musica, hg. von J. Willimann, 1988
Die Musik in Gesch. und Gegenwart 7, 22002, 95

Autorin/Autor: Andres Briner