15/10/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Ludiano

Polit. Gem. TI, Bez. Blenio, auf der rechten Talseite im unteren Bleniotal. 1211 Luguilano. 1567 250 Einw.; 1808 291; 1850 389; 1900 294; 1950 242; 2000 291. Ein 1926 entdecktes Grab enthielt eisenzeitl. Beigaben. Als Nachbarschaft wird L. erstmals 1351 erwähnt. Die bereits 1293 belegte Pfarrkirche S. Secondo (rom. Glockenturm) wurde 1779-82 restauriert. In der Vergangenheit bildeten Ackerbau, Viehzucht und Weinbau die Hauptverdienstquellen. Dazu kamen Einkünfte aus der Auswanderung v.a. nach Italien - bekannt waren die Marronibrater aus L. in Florenz -, Frankreich und England. Nach dem emigrationsbedingten Bevölkerungsrückgang in der Mitte des 19. Jh. stieg die Zahl der Einwohner in den letzten Jahrzehnten des 20. Jh. wieder an und es entstanden zahlreiche neue Wohnungen. 2000 bot der 2. Sektor die Hälfte, der 3. Sektor ca. einen Fünftel der Arbeitsplätze. Zwei Drittel der aktiven Bevölkerung fanden ihr Auskommen ausserhalb der Gemeinde.


Quellen
MDT, Serie 3
Literatur
Valle di Blenio 2, hg. von M. Vicari, 1995
– L. Solari, Blenio: una valle a confronto, 1998
– G. Gallizia, P. Ferrari, Appunti su L., 2000

Autorin/Autor: Sonia Fiorini / CS