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Corboz, Michel

geboren 14.2.1934 Marsens, kath., von La Tour-de-Trême. Sohn des Louis, Bäckers, und der Jeanne geb. Rouiller. Verheiratet. Musikausbildung bei seinem Onkel André, danach am Lehrerseminar Freiburg bei Pierre Kaelin. Stud. am Konservatorium Freiburg bei Juliette Bise (Gesang) und Aloÿs Fornerod (Theorie) sowie am Institut Ribaupierre in Lausanne bei Pierre Chatton (Komposition). 1954-70 Kapellmeister an der Kirche Notre-Dame du Valentin in Lausanne. Ab 1961 Leiter des von ihm gegründeten Ensemble vocal et instrumental de Lausanne. Ab 1969 Leiter der Chöre der Gulbenkian-Stiftung in Lissabon. Prof. am Genfer Konservatorium. C. dirigierte die Uraufführung von Werken von Dante Granato und Julien-François Zbinden. Er komponierte selber Werke für gemischte Chöre, Kantaten, Messen sowie Bühnenmusik, die dem sakralen Schaffen von Francis Poulenc nahe steht. C. trug massgeblich zur Erneuerung der sakralen Chorkunst in der Westschweiz und in Frankreich bei. 1967 erhielt er den grossen Schallplattenpreis.


Literatur
– P. Hugli, Michel C. ou la passion de la musique, 1981
– J.J. Rapin, «Michel C. distingué par la fondation Claude Blancpain», in Revue musicale de Suisse romande 4, 1998, 20-25

Autorin/Autor: Jean-Louis Matthey / EM